E-Books – Private Bibliothek für die Westentasche

26.06.2012 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

E-Books - Private Bilbliothek für die Westentasche © Markus Bormann - Fotolia.com„Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele.“ (Cicero) Setzt sich der Trend zum E-Book (electronic book) wie prognostiziert durch, wohnt die Seele des Raumes bald auf dem iPad, Kindle, IRex oder Sony PRS anstatt im heimischen Bücherregal. Der Marktanteil für E-Books wächst ständig, aber das „Ende der Buchbranche“ ist nicht in Sicht, eher ein sich sinnvoll ergänzendes Nebeneinander digitaler und gedruckter Bücher.

Feine Sache für Reisende, Vielleser und Studenten

Ein E-Book ist eine digitale Kopie eines realen Buches, das von Verlagen und Händlern kostenpflichtig zum Download im Internet zur Verfügung gestellt wird. Das bedruckte Papier ersetzen mit entsprechender Lesesoftware ausgestattete PCs, Tablet-PCs, Smartphons oder spezielle E-Book-Reader.
Als Geschenk auf dem Geburtstagstisch kommt der neuste Bestseller als Hardcover sicher besser an als ein Kärtchen mit dem Zugangscode zum Download eines E-Books. Aber die praktischen Vorteile der elektronischen Ausgabe liegen auf der Hand:

- Die Speicherkapazität moderner Endgeräte ist heute ausreichend für eine ganze Bibliothek. Das spart Platz und Gewicht im Reisegepäck wie im Bücherschrank und ermöglicht mehr Vielfalt z. B. in der Urlaubslektüre.
- E-Books sind nach wenigen Minuten Auswahl- und Downloadzeit sofort verfügbar; Kauf und Ausleihe unabhängig von Ort und Öffnungszeiten der Bibliotheken und Buchhandlungen.
- Verstellbare Schriftgröße, elektronische Lesezeichen, geringes Gewicht und Abmessungen der Lesegeräte machen das Lesen bequem und fast überall möglich. (Nur in der Badewanne ist Vorsicht geboten.)
- E-Book-Funktionen wie Volltextsuche, Markierungen, Notizen, Interaktivität oder Link-Einbau erleichtern das Arbeiten mit Fachtexten erheblich.

Die schnelle Verbreitung mobiler Allround-Endgeräte sorgt mit für die wachsende Nachfrage nach Büchern in elektronischer Form. Neben Telefonieren, Surfen, Mailen und Chatten ist dann auch Lesen jederzeit und überall möglich – für den mobilen technikaffinen Gelegenheitsleser die perfekte Lösung.

Die „Lesebrille“ für E-Books

E-Book-Reader sind dagegen eigens für das komfortable Lesen umfangreicher digitaler Texte entwickelte Geräte. Leicht, flach und meist nicht größer als ein Taschenbuch passen die elektronischen Bücher praktisch in jede Tasche. Die meisten E-Reader verwenden E-Paper-Displays, d. h. Anzeigetechniken, die das Aussehen von Tinte auf Papier (eInk) nachbilden. Diese Bildschirme reflektieren das Licht wie normales Papier. Der Leser kann auch in der Sonne alles bestens erkennen, braucht aber im Dunkeln eine Lampe. Die Darstellung ist oft einer echten Buchseite nachempfunden, virtuelles Umblättern inklusive, und für die Augen weniger ermüdend als der ständige Blick auf einen LCD-Bildschirm. Strom benötigen diese Verfahren nur, wenn sich das Bild ändert, sprich beim Umblättern. Dadurch erreichen die Akkus im Dauerbetrieb Laufzeiten von mehr als zwei Wochen. Tablet-PCs und Smartphones müssen spätestens nach zehn Stunden wieder an die Steckdose.
WLAN-Anbindung zum direkten Download und einfache Touchscreen-Bedienung gehören bei neueren Modellen zum Standard.

Entscheidend beim Kauf eines E-Book-Readers ist, ob der Leser auch alle erworbenen E-Publikationen lesen kann. Unterschiedliche Formate und DRM-Verfahren (Digital Rights Management) zum Kopierschutz sind mit manchen Geräten nicht kompatibel. „Einer für alles“ gilt hier leider nicht und der Leser sollte prüfen, ob er nicht mit der Entscheidung für ein Gerät, wichtige Anbieter ausschließt oder Einschränkungen in der Darstellungsqualität hinnehmen muss. Eine gute Adresse für eine E-Book-Reader- Übersicht und nützliche Informationen ist www.ebookreader-info.de.

Auf den Inhalt kommt es an

Das Angebot an deutschsprachigen digitalen Titeln entspricht noch der Nischenposition des E-Books. Etwa 30 Prozent der Fachliteratur und weniger als 10 Prozent der lieferbaren Belletristik-Titel sind als E-Buch erhältlich. Doch wer sucht, der findet auf Internet-Portalen wie iTunes, Libri, Libreka, Buch.de, pageplace.de oder unter den E-Book-Rubriken bei Thalia, Hugendubel oder Amazon interessante Angebote aller Genres. Die Preise für Downloads neuerer Bücher liegen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung nur geringfügig unter dem Taschenbuchpreis.
Sparsame Leseratten laden ihren Lesestoff kostenlos auf die Festplatte z. B. unter www.gutenberg.org, www.beam-ebooks.de/kostenlos.php, www.ebook-kostenlos-download.de, www.bookrix.de oder in den Kostenlos-Abteilungen und bei Sonderaktionen der Internethändler.

Wer viel liest, auch oft unterwegs, und sich in erster Linie für den Inhalt eines Buches interessiert, wer das technische Hilfsmittel mit seiner Abhängigkeit von Strom und Netzanbindung akzeptieren kann und das haptische Erlebnis des Lesens nicht vermisst, wird die Vorteile der elektronischen Bücher bald zu schätzen wissen. Lieblingsbücher gehören nach wie vor als schön gebundene Druckausgabe ins Bücherregal.

Schlagwörter: E-Book, E-Book-Reader, E-Reader, elektronisches Buch

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