Der März bringt den Frühling

16.03.2010 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Die Tage werden langsam wieder länger, Schnee und Eis schmelzen und die Natur erwacht zu neuem Leben. Krokusse, Schneeglöckchen und Primeln beginnen zu blühen und wir sind uns sicher, dass der Frühling da ist. Zumindest, was die Pflanzen betrifft. Aber wann genau ist Frühlingsanfang und wodurch wird der Zeitpunkt des Frühlingsanfangs bestimmt? Frühlingswiese mit Osterglocken © Volker Skibbe @ Fotolia

Ein Blick in den Kalender zeigt uns, dass der „offizielle“, nämlich astronomische Frühlingsanfang, in diesem Jahr am 20. März ist. Die Sonne überschreitet dann den Äquator auf ihrem Weg in Richtung Norden. Tag und Nacht sind bei dieser sogenannten März-Tagundnachtgleiche genau gleich lang (12 Stunden). Dieser Zeitpunkt kann unterschiedlich sein und z.B. abhängig vom Abstand zum letzten Schaltjahr auch schon mal auf den 20. oder gar 19. März fallen. Bis zum Herbst steht die Sonne über der Nordhalbkugel und sorgt damit für die warmen Jahreszeiten Frühling und Sommer.

Der Frühlingsbeginn kann aber auch meteorologisch oder phänologisch (nach dem Pflanzenwachstum) bestimmt werden. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat allen Jahreszeiten jeweils drei Monate zugeordnet. Dezember, Januar und Februar werden als Wintermonate bezeichnet. Die Monate März, April und Mai werden dagegen meteorologisch als Frühling bezeichnet. Der meteorologische Frühlingsbeginn auf der Nordhalbkugel wurde für den 1. März festgelegt. Auf diese Weise können die Meteorologen leichter Klimastatistiken erstellen, Monatsmittelwerte erfassen und Temperaturvergleiche anstellen.

Entwicklungsstadien, wie Blühbeginn und Reife bestimmter Pflanzen, können ebenfalls den Beginn einer Jahreszeit signalisieren. Der Frühlingsbeginn kann jedoch je nach geografischer Lage unterschiedlich sein. So beginnen einzelne Frühlingsphasen in Städten oft wesentlich früher als draußen auf freiem Feld. Witterungsbedingt gibt es nicht selten 'Ausreißer', wodurch diese Jahreszeit extrem früh oder sehr spät beginnen kann. Dem phänologischen Kalender liegen langjährige Beobachtungen wiederkehrender Ereignisse in der Natur zugrunde.

Mit der steigenden Lichtintensität im Frühling werden vermehrt Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Diese sorgen für ein allgemein besseres Befinden und bewirken eine leichte Euphorie, die auch gerne als „Frühlingsgefühle“ beschrieben werden. Im Gegensatz dazu stellt sich bei manchen Menschen die Frühjahrsmüdigkeit ein. Diese wird vor allem dem immer noch stark im Blut vorhandenen Schlafhormon Melatonin zugeschrieben, das uns während der dunklen Jahreszeit stärker beeinflusst als im Sommer.

Die vielen Frühlingsfeste und Frühlingsriten in fast allen Kulturen rund um den Erdball zeugen von der hohen Bedeutung dieser Jahreszeit. Der Frühling steht für Neubeginn, Erwachen und Erneuerung.

Schlagwörter: Frühling, Frühlingsanfang, Frühlingsgefühle

RSS Artikel abonnieren (RSS)
Twitter Folge uns auf Twitter
Newsletter Newsletter abonnieren