Das größte Sparpotenzial steckt in der Fahrweise

23.08.2011 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Sparpotenzial Fahrweise © Alterfalter-Fotolia.comLautlos und pfeilschnell gleiten sie durch die Häuserschluchten – die Fahrzeuge der Zukunft in den Science-fiction-Filmen. Niemals sieht man sie an einer Energietankstelle oder etwa den Fahrer für Kraftstoff bezahlen. Die reale Welt sieht anders aus. Die Benzinpreise bewegen sich in Regionen, die vor ein paar Jahren noch Anlass zum ungläubigen Lächeln gegeben hätten. Angesichts der Beträge, die bereits in einen kleinen Tank passen, sind Themen wie 3-Liter-Auto, Sprit sparen und alternative Antriebe sehr aktuell.

Die simpelste Methode, Benzin zu sparen ist, nicht mit dem Auto zu fahren. Für die meisten ist das allerdings keine praktikable Lösung, abgesehen vielleicht von den kurzen Fahrten zum Bäcker um die Ecke. Auch Carsharing und Fahrgemeinschaften sind nicht jedermanns Sache. Für viele Arbeitsnehmer ist das Auto das einzige Verkehrsmittel, mit dem der zeitliche Aufwand für Arbeitswege zumutbar bleibt. Oft ist der eigene Pkw auch im persönlichen Bereich die schnellere, rationellere, flexiblere und privatere Alternative. Gegen das Loch im Portmonee hilft dann nur sparen, sparen, sparen! Ausführliche Tipps gibt es bei allen, denen Verbraucherinteressen und Umweltschutz am Herzen liegen z.B. Automobilclubs, Verbraucherzentralen, Natur- und Umweltschutzorganisationen. Die Einsparmöglichkeiten reichen von kleinen Verhaltensänderungen bis zu strategischen Entscheidungen:

Kraftstoff sparende Fahrweise
Laut Test- und Erfahrungsberichten hat die Fahrweise den größten Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch. Um bis zu 20 % verringert sich der Benzinverbrauch, wenn Fahrer zügig beschleunigen, schnell in höhere Gänge schalten, mit niedriger Drehzahl und gleichbleibender Geschwindigkeit vorausschauend fahren. In praktischen Spritspartrainings z. B. vom ADAC kann man sparsame Fahrgewohnheiten erlernen und vertiefen.

Günstige Tankstellen
Die Benzinpreise sind überall hoch, dennoch gibt es Preisunterschiede. Für Vielfahrer machen sich auch zwei Cent pro Liter bemerkbar. Websites wie z. B. www.clevertanken.de zeigen die aktuellen Kraftstoffpreise der umliegenden Tankstellen im Vergleich und sind häufig auch als App für das Smartphone erhältlich.

Sparsamere Kraftfahrzeuge
Es lohnt sich vor dem Kauf eines neuen Pkw, die verbrauchsbeeinflussenden Parameter der einzelnen Modelle zu vergleichen. Auf www.spritmonitor.de tragen Autofahrer die aktuellen Verbräuche ihrer Fahrzeuge nach Modellen ein, so dass neben den Herstellerangaben auch Erfahrungsberichte zur Bewertung genutzt werden können. Wagengröße, Anzahl und Betriebsweise der zusätzlich stromverbrauchenden Extras wie Sitzheizung, elektrische Fensterheber u. ä., Reifenart und moderne Start-und-Stopp-Systeme bergen teilweise erhebliches Sparpotenzial.

Alternative Kraftstoffe
Schon lange sind Wissenschaft und Forschung auf der Suche nach Alternativen zum Erdöl. Und das nicht nur wegen der begrenzten Vorräte fossiler Brennstoffe, sondern auch wegen der Umweltbelastung, die ihre Verbrennung verursacht. Inzwischen sind vor allem Flüssiggas (Autogas), Erdgas und Hybridantriebe als Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor nicht zuletzt aufgrund von Steuervergünstigungen für den Verbraucher konkurrenzfähig geworden. Während Erdgasfahrzeuge meist serienmäßig angeboten werden, ist für die Nutzung von Autogas eine Umrüstung notwendig. Ob die sich wirklich lohnt, hängt vor allem von der Kilometerleistung, den Kraftstoffpreisen und den Investitionskosten ab. Unter den Stichworten “alternative Kraftstoffe bzw. Antriebe” finden sich viele interessante Internetseiten, die mit umfangreichen Informationen zu Funktionsweise, Vor- und Nachteilen, Tankmöglichkeiten, Kosten und Umweltbilanz sowie entsprechenden Kraftstoffrechnern (Erdgasrechner, Autogasrechner) als Entscheidungshilfe dienen können.

Wem der eigene Beitrag zum Klima- und Umweltschutz nicht gleichgültig ist, der muss die Gesamtenergiebilanz, d. h. auch die CO2-Produktion für die Erzeugung des Kraftstoffes in die Entscheidung einbeziehen. Was dem einzelnen Autofahrer Geld spart, muss aus ökologischer Sicht noch lange nicht die Kraftstoff-Alternative der Zukunft sein. Ein Elektroauto z. B. ist nur dann emissionsfrei, wenn es mit Strom aus regenerativen Quellen betrieben wird. Kraftstoffe aus Biomasse sind in der Herstellung sehr energieintensiv und konkurrieren zudem mit der Lebensmittelproduktion um Anbaufläche.
Unabhängig davon wie der perfekte Kraftstoff aussehen und wann es ihn geben wird, wenig davon zu verbrauchen, kann nicht schaden.

Schlagwörter: alternative Kraftstoffe, Kraftstoffverbrauch, Sprit sparen

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