Camping wieder voll im Trend

13.06.2012 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Camping ist wieder voll im Trend © chulja - Fotolia.com.jpgOb im Zelt oder im Wohnmobil, ob als Dauercamper oder Fahrradtourist – ca. sechs Millionen Menschen verbringen Jahr für Jahr ihren Urlaub auf einem der über 1.800 deutschen Campingplätze. Sie schätzen vor allem die damit verbundene freie Gestaltung ihrer Urlaubstage, die Unabhängigkeit von fremden Zeitplänen und Kleiderordnungen oder die Einfachheit und Atmosphäre des Lebens auf dem Zeltplatz. Für einen erholsamen und entspannten Campingurlaub sind gute Planung und die richtige Ausrüstung die wichtigsten Voraussetzungen.

Die eigenen Ansprüche und Rahmenbedingungen bestimmen, wie die optimale Ausrüstung aussieht und welcher Campingplatz geeignet ist. Wanderer, die ihr Zelt jeden Abend an einem anderen Ort aufstellen wollen, packen anders als Familien, die zwei oder drei Wochen Erholung ohne Zwang und Konventionen suchen. Vor allem Camping-Neulinge sollten sich fragen, welche Annehmlichkeiten der Urlaub bieten muss und worauf man durchaus verzichten kann. Die Zeiten, in denen Camping noch Zelten hieß und vor allem mit Entbehrungen verbunden war, sind lange vorbei.

Heute sind moderne sanitäre Anlagen und Stromanschluss für Wohnwagenstellplätze fast überall selbstverständlich, oft gibt es zusätzliche Freizeitangebote wie Schwimmbad, Sportanlagen oder Fahrradverleih und auch auf Netzanschluss und Fernsehen braucht man nicht verzichten. Viele Campingplätze haben sich speziell auf Familien mit Kindern eingestellt und bieten vor Ort Betreuung, Animation, Spielplätze sowie kinderspezifische Ausstattung vom Babyhochstuhl bis zum Kinderbett zur Miete.

Den richtigen Campingplatz finden

Vom heimischen Sofa aus kann man im Internet bequem den Campingplatz auswählen, der preislich und nach Ausstattung und Lage zu den eigenen Vorstellungen passt. Gute Quellen mit komfortablen Suchfunktionen, Links, Beschreibungen und Bewertungen sind u.a.
der ADAC , der Bundesverband der Campingwirtschaft oder der Online-Campingführer www.camping.info.

Steht das Urlaubsziel fest, fallen die Entscheidungen zur Ausrüstung leichter. Die Witterungsbedingungen und landschaftlichen Gegebenheiten bestimmen die optimale Beschaffenheit von Zelt, Schlafsack und Kleidung. Eine ausführliche Packliste wie z. B. von unsere-campingwelt.de hilft gegen Vergesslichkeit und böse Überraschungen am Urlaubsort. Der Probeaufbau des Zeltes zu Hause verhindert, dass die Ferien mit Frust und schlechter Laune beginnen.
Wer zum ersten Mal in den Campingurlaub fährt, sollte sich ausführlich beraten lassen und vielleicht die kostspieligen Ausrüstungsgegenstände zunächst ausleihen. Ob man das Zelt jemals wieder aufbaut, entscheiden die ersten eigenen Erfahrungen.

Doch Camping ist mehr als eine Alternative zur Übernachtung im Hotel. Camping ist auch eine Weltanschauung. Während die einen mit dem gemütlichen Wohnzimmer im Kleinformat reisen, ist für Puristen schon ein Klappstuhl Verrat an der Campingidee. In den letzten Jahren haben sich sehr gegensätzliche Trends entwickelt, die sowohl von Campingplatzbetreibern als auch von Ausrüstern und Reiseveranstaltern gerne zur Spezialisierung und Differenzierung genutzt werden.

Abgesägte Zahnbürste oder 5-Sterne-Zelt – Sie haben die Wahl

Urban Camping ist die preiswerte Übernachtung mitten im Großstadtdschungel. In London z. B. kann der Camper ein Zelt auf dem Dach eines Einkaufszentrums mieten oder sein eigenes in privaten Gärten direkt in der City aufschlagen. Ein belgisches Architektenteam hat mit seinen speziellen Campingtürmen vermutlich den kleinsten Campingplatz der Welt entworfen.

Sehr viel naturverbundener sind die Verfechter des Ultraleicht-Trekking. Das sind Wanderer, die ihre Ausrüstung auf ein Minimum und ein Gewicht unter 10 Kilo reduzieren, um unbeschwert lange Touren mit Übernachtungen absolvieren zu können. Erkennen kann man Anhänger dieses Trends an ihrem ultraleichten Titangeschirr und den abgesägten Zahnbürsten. Viele Tipps und Tricks für extraleichtes Gepäck sind sicherlich auch für den „normalen“ Rucksacktouristen interessant.

Das absolute Gegenteil dazu ist das sogenannte „Glamping“, eine Wortkreation aus Glamour und Camping (glampen.de). Glamouröses Campen hat seinen Ursprung in Afrika und Thailand und kombiniert Luxus und Natur. Der Camper schläft hier immer noch im Zelt aber vom Bett bis zur Dusche komfortabel ausgestattet wie ein Fünf-Sterne-Hotel. Die Attribute „preiswert“ und „unkonventionell“ entfallen wohl bei dieser Art Campingurlaub.

Wer das Besondere sucht, kann auch im Tipi im Indianerdorf, in einer Jurte oder im arabischen Nomadenzelt übernachten. Oder er sorgt selbst mit einem Designer-Zeit im Edbeer-Look oder getarnt mit weidenden Schafen für Aufmerksamkeit. (Kreative Zeltideen und ausgewählte Modelle unter trax.de in der Rubrik Camping)

Schlagwörter: Camping, Campingplätze, Glamping, Ultraleicht Trekking, Zelten, Zeltplätze

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