Auslandsreise-Krankenversicherung sinnvoll?

06.06.2013 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Wen das Fernweh packt, möchte auch andere Länder und Sitten erkunden. Doch unverhofft kommt bekanntlich oft und dazu gehören auch Krankheiten und Unfälle. Wer im Ausland einen Arzt oder eine Klinik aufsuchen muss, wird oft mit hohen Kosten und Schwierigkeiten konfrontiert, wenn es um eine optimale Behandlung geht.

Alle, die während der schönsten Wochen im Jahr im Ernstfall nicht auf eine Versorgungslücke stoßen wollen, können mit einer Zusatzversicherung optimal vorsorgen.

Auslandsreise-Krankenversicherung: Top oder Flop?

Versicherungsgesellschaften führen heute eine große Palette an privaten Zusatzversicherungen, die den Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung aufstocken sollen. Dabei bleibt kaum ein Bereich unberücksichtigt. Die individuellen Ansprüche des Versicherungsnehmers sollten jedoch frühzeitig definiert werden, denn nicht jeder private Zusatzschutz ist unbedingt erforderlich.

Zu den Zusatzversicherungen für Kassenversicherte, die in keinem Versicherungsdepot fehlen sollten, gehört heute die Auslandsreise-Krankenversicherung. Sie schützt vor hohen Kosten und bietet dem Versicherten im Ausland den Status eines Privatpatienten. Es gilt zwar innerhalb der Europäischen Union, der Schweiz und in den Ländern, mit denen die Bundesrepublik ein Solzialversicherungsabkommen geschlossen hat, dass für Touristen eine medizinische Grundversorgung gewährleistet wird, doch sind damit längst nicht alle Kostenfallen gebannt.

Die Erfahrungen Betroffener belegen, dass es nicht an jedem Urlaubsort möglich ist, mit der Chipkarte der eigenen Kasse behandelt zu werden. Nicht selten rechnen Ärzte im Ausland zu einem weitaus höheren Gebührensatz ab, als hierzulande. Der Differenzbetrag wird dann nicht von der eigenen Kasse erstattet. Wer für eine Behandlung im Ausland in Vorkasse gehen muss, läuft ebenso Gefahr, auf einem großen Teil der Kosten sitzen zu bleiben.

Die Lösung für gesetzlich Versicherte, sich vor Ärger und finanziellen Einbußen zu schützen lautet somit: Auslandsreise-Krankenversicherung. Diese leistet auch dann, wenn aus medizinischer Sicht ein Krankenrücktransport notwendig ist. Kassen zahlen für dieses Extra nicht und privat Versicherte sollten frühzeitg überprüfen, ob ihre Krankenversciherung ausreicht, weil sonst ebenfalls ein Zusatzschutz erforderlich wird. Ohne Zusatzpolice kommen auf den Betroffenen imense Transportkosten zu, die aus eigener Tasche gezahlt werden müssen.

Umfassend versichern – auf die Vertragsbedingungen kommt es an!

Wichtig ist beim Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung, dass die Vertragsbedingungen alle Risiken ausreichend abdecken. Mit Standardverträgen sind beliebig viele Reisen innerhalb eines Jahres versichert, die jedoch an einem Stück den Zeitraum von in der Regel sechs Wochen nicht übersteigen dürfen. Wer über einen längeren Zeitraum ins Ausland will, muss einen gesonderten Vertrag abschließen. Für herkömmliche Reisen werden heute günstige Familien-aber auch Singeltarife angeboten, die ohne Selbstbehalt gewählt werden können.

Zu den kundenfreundlichen Klauseln gehört, dass der Versicherungsnehmer Fachärzte und Krankenhäuser vor Ort frei wählen darf und alle medizinisch verordneten Heil-, Arznei- und Verbandsmittel erstattet werden. Darüber hinaus sollte der Vertrag auch behinhalten, dass zahnärztliche Behandlungen, eine einfache Füllung und schmerzstillende Behandlungen vom Versicherer bezahlt werden. Ein Muss in einem guten Vertrag ist die Zusage, dass die Kosten für einen Krankenrücktransport in voller Höhe übernommen werden. Tritt am Urlaubsort im Ausland der Tod des Versicherten ein, ist die Versicherung auch für die Bestattungskosten am Urlaubsort oder eine Überführung in die Heimat zuständig. Versichert sind im Rahmen eines kostengünstigen Familientarifs alle Familienmitglieder, die das 18. Lebensjahr nocht nicht vollendet haben. Die Angebote der Versicherer variieren hierbei, sodass eine Mitversicherung oft auch bis 21. Geburtstag möglich ist.

Nur das Beste für den Schutz – mit Bedacht Auslandsreise-Krankenversicherung wählen

Nicht nur die Beiträge zwischen den einzelnen Anbietern variieren, sondern auch die Leistungen. Jedoch gilt auch, dass in bestimmten Fällen kein Leistungsanspruch vorliegt. Nicht versichert ist derjenige, der krank in den Urlaub aufbricht. Werden Krankheiten oder Unfälle vorsätzlich herbeigeführt, entfällt ebenfalls der Schutz durch die Auslandsreise-Krankenversicherung. Vorsicht sollten die Reisenden walten lassen, die einen Urlaub mit einer speziellen zahnmedizinischen Behandlung verbinden wollen. Die Versicherung bezahlt nur dringend erforderliche Maßnahmen, die der Schmerzbehandlung dienen.

Versicherte, die bereits eine private Zusatzversicherung für eine Auslandsreise besitzen, sollten regelmäßig Vergleiche anstelle, um von den besten Bedingungen zu profitieren. Wer ein besseres Angebot findet, muss lediglich die dreimonatige Kündigsfrist einhalten und kann dann bedenkenlos den Anbieter wechseln.

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Schlagwörter: Auslandsreise, Ratgeber, Versicherung

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