Analoge TV-Empfänger schauen bald in die Röhre

23.02.2012 | Redaktion Hanseatic Bank Magazin | Kategorie Allgemeines

Digital statt analog © bluedesign-Fotolia.comNur noch bis einschließlich April 2012 senden TV-Satelliten analoge Signale. Danach können Fernseh- und
Radiosignale nur noch digital empfangen werden. Für Haushalte, die ihre Programme über Kabel, Antenne oder
bereits jetzt digital empfangen, hat die Änderung keine Bedeutung. Alle anderen brauchen allerdings nach der Abschaltung für jedes Empfangsgerät einen digitalen Receiver. Empfangsanlagen, die älter als 13 Jahre sind, brauchen eventuell zusätzlich ein Universal Low Noise Block Converter (LNB), der etwa 20 Euro kostet. Hinweise hierzu finden Sie auch auf der Videotextseite 198 von ARD, ZDF, ProSieben, SAT1 und RTL.

Wer als Vermieter seinen Mietern den Empfang von störungsfreien Fernsehsignalen ermöglichen muss, sollte die technische Umrüstung möglichst bald vornehmen. Hierfür müssen in der Regel nur der LNB und der sogenannte Multischalter für die Teilnehmeranlagen ausgetauscht werden. Nach Auskunft von Haus & Grund ist der Vermieter aber nicht verpflichtet, seinen Mietern einen digitalen Receiver oder ein digitales Empfangsgerät zur Verfügung zu stellen. Dafür müssen die Mieter selbst sorgen.

Eine Alternative ist der Empfang mittels DVB-T. Dafür ist ein Digitalreceiver oder Fernseher mit integriertem DVB-T-Empfangsmodul notwendig, das sich bei einigen Fernsehgeräten auch nachrüsten lässt. Für den Fernsehempfang am Computer bzw. Notebook gibt es Lösungen in Form von DVB-T-Sticks. Von 2002 bis 2008 wurden etwa 600 analoge TV-Sendeanlagen und mehr als 8700 Füllsender abgeschaltet und durch 488 DVB-T-Sendeanlagen ersetzt. Inzwischen kann DVB-T bundesweit fast überall über Antenne empfangen werden.

Ab dem 1. Januar 2013 wird der geräteabhängige Rundfunkbeitrag eingeführt. Er beträgt 17,98 Euro monatlich pro Wohnung oder Betriebsstätte – gestaffelt nach Mitarbeiteranzahl und Kraftfahrzeuge. Zukünftig ist es dabei egal, ob eine Wohnung von einer Familie oder einer WG bewohnt wird. Damit entfallen auch die oft unangenehmen Fragen nach privaten Verhältnissen durch die Gebühreneinzugszentrale (GEZ). Es reicht, wenn ein Bewohner die Gebühr bezahlt. Eine Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht kann auf schriftlichen Antrag erfolgen.

Schlagwörter: Digitalfernsehen, Digitalreceiver, DVB-T

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